Haarlinge bekämpfen

Haarlinge, der Fachbegriff lautet Trichodectidae, sind Tierläuse, welche sich im Fell von Pferden, Vögeln, Katzen oder Hunden ansiedeln. Diese Plagegeister sind nicht auf den Menschen übertragbar. Allerdings können die Haarlinge problemlos auf andere Tiere der gleichen Art überspringen und diese befallen. Im Gegensatz zu Flöhen ist die Ernährungsgrundlage dieser Tiere das Hautdrüsensekret und die Schuppen der Haare. Die 1,5 Millimeter großen Tierläuse sind bei einer genauen Sichtung im Fell des Tieres zu sehen. Zusätzlich sind auch kleine weiße Nissen zu finden, welche die nächste Generation bilden werden.

Die Haarlinge stellen für die Tiere keine unmittelbare Gefahr dar. Doch haben sich die Tierchen in ausreichender Form im Fell verbreitet, so ist es eine erhebliche Belastung für das Haustier. Ein Pferd versucht durch Reiben an der Stallwand, den Juckreiz zu beseitigen. Auf diesem Weg können kleine Hautverletzungen auftreten, welche zu einer Entzündung führen kann. Katzen, Hunde und Meerschweinchen versuchen durch Kratzen oder Rollen auf dem Boden, die Mitbewohner loszuwerden. Wie beim Pferd ist immer die Gefahr gegeben, dass offene Wunden entstehen, welche immer ein Entzündungsherd sind.

haarlinge

Haarling im Detail

Den Tieren kann auf recht einfache Weise geholfen werden, indem der Lebenszyklus wirksam unterbrochen wird. In der Apotheke oder über das Internet gibt es Mittel für jedes Tier zu kaufen, welche die Haarlinge relativ schnell vernichten. Mit einer Pipette wird eine Flüssigkeit in das Genick des Tieres geträufelt. Das Medikament wirkt gleichzeitig gegen normale Läuse und Zecken. Das Ungeziefer wird nach kurzer Zeit im Fell abgetötet. Allerdings ist die Prozedur in gewissen Abständen zu wiederholen. Welcher Zeitintervall dabei zu beachten ist, steht ausführlich in der Verpackungsbeilage.

Mit der Gabe des Präparates in das Genick des Tieres wird abgesichert, dass die Flüssigkeit nicht selbst abgeleckt werden kann. Andere Tiere sollten nicht an das eben gegebene Medikament gelangen. Bei Pferden kann sich die Behandlung etwas langwieriger gestalten, da aufgrund der Größe des Tieres die Haarlinge manchmal erst relativ spät festgestellt werden. Eine große Anzahl ist im Fell des Pferdes zu finden und oft leiden die Tiere in der Nachbarbox unter den gleichen Symptomen.

Für Hunde und Katzen gibt es auch Halsbänder zu kaufen, welche gegen diese Schädlinge im Fell wirken. Wichtig zu wissen ist, dass so ein Halsband nicht ewig wirkt, sondern in gewissen Abständen gewechselt werden muss. Ohne die lästigen Mitbewohner wird die Lebensqualität für die Tiere verbessert und wir Menschen sind in der Pflicht, die entsprechenden Maßnahmen vorzunehmen. Das Tier dankt es mit einer aufgeweckten und freudigen Verhaltensweise, was sich am Ende sehr positiv wieder auf den Menschen auswirkt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>